Neubau einer Grundschule

Die Albert-Schweitzer-Schule in Schwerte sollte vierzügig werden. Das vorhandene Schulgebäude aus den 1950er-Jahren befand sich in sehr schlechtem baulichen Zustand und genügte in seiner Struktur den Anforderungen an eine zeitgemäße Schule nicht. Daher wurde in einem intensiven Abwägungsprozess beschlossen, einen Ersatzneubau hinter dem jetzigen Schulgebäude zu errichten und danach den Altbau zurückzubauen.

Die Kinder konnten somit direkt umziehen, die Kosten für eine temporäre Unterbringung wurden gespart. Die Pausenhoffläche wird anschließend auf dem Gelände des Altbaus geschaffen. Damit wird die städtebauliche Situation umgedreht und die Schule erhält ein angemessenes Vorfeld.

Der Neubau ist als dreigeschossiger Dreibund konzipiert. Das Erdgeschoss ist den Gemeinschaftsbereichen vorbehalten, in den beiden Obergeschossen sind die Lernräume in Clustern organisiert. Zentrales Element des Hauses ist die mittige Lerntreppe, die tribünenartig zum Forum orientiert ist und fast ein wenig barock in die beiden Obergeschosse führt. Speiseraum, Forum und Musikraum sind transparent zur öffentlichen Seite orientiert und können zu einem Großraum zusammengeschaltet werden. Rückwärtig ist der Bereich der Lehrer verortet.

Forum

Das Gebäude wurde als Massivkonstruktion realisiert. Die Fassade ist horizontal gestaltet, um das Gebäude maßstäblich erscheinen zu lassen. Das Erdgeschoss ist als massiver Sockel mit einer Klinkerfassade mit stehenden Fensterformaten gestaltet. Die Obergeschosse bilden durch lange Fensterbänder die Struktur und die Funktionen des Hauses ab und verfügen über eine Bekleidung aus vertikalen Holzelementen.

Der geplante Schulneubau stellt nicht nur einen adäquaten Ersatz für das bestehende Schulgebäude dar, das architektonische Konzept erfüllt in besonderem Maße auch die pädagogisch-räumlichen Anforderungen, die an heutige Schulbauten gestellt werden. Darüber hinaus wurde das Gebäude entsprechend der Nachhaltigkeitskriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen geplant und mit dem DGNB Zertifikat in Platin ausgezeichnet. Bei der Planung wurden sowohl ökonomische, ökologische und soziale Faktoren sowie die Anforderungen an ein ganzheitliches und lebenszyklusorientiertes Bauen berücksichtigt. Zusätzlich erfüllt das Gebäude die Kriterien des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG).

Blick auf die Mensa
LErninsel
KLassenraum